Thermenwartung Wien - Thermenservice Wien

Thermenservice Wien

Thermenwartung Wien - Gasgeräteservice Wien

Basisinformation über Heizwert- vs. Brennwertgeräte

Bei Brennwert-Geräten wird im Unterschied zu den sogenannten Heizwert-Geräten auch die in den Abgasen enthaltene Energie in Form des Wasserdampfes genutzt. Die Brennwerttechnik spart bis zu 15 Prozent an Energiekosten und Emissionen gegenüber der Heizwerttechnik ein. Brennwertgeräte sind daher aus energietechnischer Sicht empfehlenswert, aber in der Anschaffung mit mehr Aufwand verbunden. Voraussetzung ist ein korrosionsbeständiger Kamin und eine eingezogene Abgasleitung für das Kondensat. Außerdem sind Unfälle mit Abgasen durch die geschlossene Verbrennungsweise in der Regel auszuschließen.

 

Ab 26.9.2015 sind die EU-Mitgliedsstaaten aufgefordert die Ökodesign-Richtlinien für energieverbrauchende und energieverbrauchsrelevante Produkte (ErP = Energy-related Products) für Wärmeerzeuger und Speicher umzusetzen.


Grundsätzlich gilt aufgrund der neuen Regelungen: Nur noch Brennwerttechnik!

Die verlangten Anforderungen an Effizienz, Schallleistungspegel werden nur von Brennwertgeräten eingehalten. Lagerbestände von Heizwertgeräten können auch weiterhin installiert werden, Reparaturen am Bestand können durchgeführt werden.


Mehrfachbelegung / Sammler – Ausnahme möglich:
Es gibt eine Ausnahme für Heizkessel der Geräteart B1 bei Mehrfachbelegung einer Abgasanlage mit Naturzug. Es ist eine abgeschwächte Energieeffizienzanforderung und die Verwendung von B1-Heizkessel und Raumheizgeräten (raumluftabhängig, mit Strömungssicherung) als Ersatz im Gebäudebestand bis 10 kW Nennleistung und bei Kombiheizgeräten bis 30 kW weiterhin möglich. „Turbogeräte“ (Heizwert) sind jedoch nicht mehr zulässig.


Die Hersteller müssen Heizkessel und Kombiheizkessel des Typs B1 mit einem Aufkleber versehen:
„Dieser Heizkessel mit Naturzug ist für den Anschluss ausschließlich in bestehenden Gebäuden an eine von mehreren Wohnungen belegte Abgasanlage bestimmt, die die Verbrennungsrückstände aus dem Aufstellraum ins Freie ableitet. Er bezieht die Verbrennungsluft unmittelbar aus dem Aufstellraum und ist mit einer Strömungssicherung ausgestattet. Wegen geringerer Effizienz ist jeder andere Einsatz dieses Heizkessel zu vermeiden - er würde zu einem höheren Energieverbrauch und höheren Betriebskosten führen.“


Durch den Rauchfangkehrer (im Vor- und Endbefund) und durch den Installateur (im Angebot) werden die Kunden ausdrücklich auch darauf hingewiesen, dass die Heizwerttechnik nicht dem Stand der Technik entspricht und zu einem höheren Energieverbrauch und höheren Betriebskosten führt.


Die europaweite Verordnung gilt für Wärmeerzeuger mit Wärmeträger Wasser und Brauchwasserspeicher. Darüber hinaus müssen Produkte und Systeme mit einer Leistung bis 70 kW mit einem Energieeffizienzlabel gekennzeichnet werden, das man von Elektrogeräten wie Waschmaschinen, Kühlschränken, Wäschetrocknern oder Fernsehgeräten kennt. Sie bewerten sowohl Einzelprodukte, als auch Systemkombinationen. So können Ver-
braucher anhand der unterschiedlichen Farben und Buchstaben auf einen Blick die Energieeffizienz der Produkte erkennen. Heizwertgeräte werden höchstens die Klasse C erreichen, Brennwertgeräte die Klasse A.

 

Aus heutiger Sicht werden diese Regelungen nicht durch Bestimmungen in Landesgesetzen weiter eingeschränkt.
Jedoch ist zu erwarten, dass die Ausnahmeregelungen mittelfristig nicht haltbar sein werden.
Sollten nach dem 26.9.2015 dennoch Heizwertgeräte installiert werden, auch bei Fangeinzelbelegung, ist aus heutiger Sicht mit keinen verwaltungsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.